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Das Klinikum der Stadt Fürth wurde im Jahre 1931 als Städtisches Krankenhaus eröffnet.

 

„Ein Hauch von Lila“

 

Gabriela Dauerer, Ilse Feiner,

Josef Hirthammer, Ria Wellhöfer

 

Klinikum Fürth

III. Stock, Hauptgebäude/Mitte, Jakob-Henle-Str. 1,

90766 Fürth

 

22.03. – 30.10.2017

Vernissage: 22.03.2017

Artworks

Gabriela Dauerer, Ilse Feiner, Josef Hirthammer, Ria Wellhöfer

 

Invitation

„EIN HAUCH VON LILA“

 

Lila entsteht durch eine Mischung aus Rot und Blau, es symbolisiert zugleich Feuer und Wasser, Körper und Geist. Das spannende Spektrum der Farbe Lila von Flieder bis Violett präsentieren Gabriela Dauerer, Ilse Feiner und Josef Hirthammer in Malerei und Ria Wellhöfer in Fotografie.

 

 

Gabriela Dauerer wurde 1958 in Nürnberg geboren und absolvierte ihr Kunststudium in Nürnberg und Nizza. Seit 1986 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig, stellt in Europa, USA und Asien aus und wurde vielfach mit Preisen ausgezeichnet.

 

Ilse Feiner wurde 1947 in Roding (Oberpfalz) geboren und lebt seit 1967 in Franken. Seit 1995 sind ihre farbintensiven Werke in Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. 2012 und 2014 war sie Preisträgerin beim Kunstpreis der NN.

 

Josef Hirthammer kam 1951 In Bad Reichenhall zur Welt und studierte an der Kunstakademie in München. 1980 gründete er die Künstlergruppe ZEICHEN. Intensiv beschäftigte ihn das Motiv Mensch in Malerei und Zeichnung. Seit einigen Jahren arbeitet er verstärkt in und mit der Natur.

 

Ria Wellhöfer, geboren 1970 in Uffenheim, aufgewachsen in Fürth, ausgebildet als Portraitfotografin, lebt  seit 2010 wieder in Fürth. Ihre Naturfotografien entstehen nur bei Tageslicht und werden nicht nachbearbeitet. Mal zart zurückhaltend oder kraftvoll dominant, immer farbenprächtig und präsent, präsentiert sie ihre Sicht der Natur.

 

 

Stadttheater Fürth, erbaut 1901/1902 von den Architekten Fellner und Helmer. © John Hammond

 

 

„Crowded Spaces“

 

Akbar Akbarpour

 

Stadttheater Fürth

Königstraße 116, 90762 Fürth, Bavaria

 

19.03. – 16.05.2017

 

 

 

 Vernissage: 19.03.2017

Artworks

Akbar Akbarpour

Invitation

Press

Fürther Nachrichten, 21.03.2017, SABINE REMPE

 

Überfüllte Räume im Stadttheater Fürth

"Crowded Spaces": John Hammond zeigt neue Arbeiten von Akbar Akbarpour

 

FÜRTH - Sein Farbauftrag gleicht einer Eruption. Die Verve, mit der Akbar Akbarpour an seinen Bildern arbeitet, ist unverkennbar. Im Stadttheater sind jetzt unter dem Titel "Crowded Spaces" Werke des aus dem Iran stammenden Künstlers aus den vergangenen drei Jahren zu sehen.

In der Seelenruhe liegt die künstlerische Kraft: Akbar Akbarpours Ölgemälde wirken wie von wilder Hand geschaffen. Tatsächlich ist das Schaffen des gebürtigen Iraners von exakter Planung geprägt. © Foto: André De Geare


 

Wer den Titel von Akbar Akbarpours aktueller Werkschau spaßeshalber bei Google eingibt, der bekommt als erstes Tipps gegen Platzangst angeboten. "Crowded Spaces", also überfüllte Räume, wecken freilich auch ohne Mitwirkung der Suchmaschine ungute Gefühle. Sechs Arbeiten einer Reihe, die er mit dem gleichen vielsagenden Titel versah, zeigt der 53-Jährige nun im Foyer des Stadttheaters.

 

Wer mag, der kann und wird menschliche Schemen erkennen, die sich auf den großformatigen Bildern einen Platz erkämpfen. Ob der nun an der Sonne liegt oder im Schatten des Seins, spielt eigentlich keine Rolle. Denn was hier fehlt, ist stets der Raum, der zur individuellen Entfaltung doch unabdingbar scheint. Akbarpour wäre wohl nicht Akbarpour, wenn nicht auch diese Arbeiten vertraute Zeichen seines Umgangs mit den malerischen Mitteln zeigen würden. Wieder hat er die Ölfarbe mehrschichtig auf die Leinwand gebracht. Bis zu zehn Zentimeter hoch kann sich so ein Farbausstoß dem Betrachter entgegen bäumen. Unvorstellbar eigentlich, dass der Künstler in aller Seelenruhe und mit sanftem Schwung seine Farben auftrug. Die gespaltene Textur spricht vielmehr von heftiger Bewegung in Hand und Sinn.

 

Der Mann, der sein Studium an der Nürnberger Akademie als Meisterschüler bei Christine Colditz abschloss und für den Fürth zu einem Lebensmittelpunkt wurde, versteht seine Kunst meisterlich. Er fühlt sich in die Substanz seines Materials ein, dessen Agilität auf der Leinwand noch nicht zur Ruhe gekommen ist. Sein expressiver Elan kennt keine Zurückhaltung, und doch sprechen seine Werke auch von Kontrolle und Zurückhaltung. Davon zeugt zum Beispiel der sehr genau überlegte Grad der Abstraktion in seinen Bildern, der niemals auch nur eine Spur von spontan und absichtslos wirkt, sondern exakt geplant. Ein intimes Verhältnis verbindet Akbar Akbarpour mit dem Kosmos der Farben. Sie scheinen sich ihm in all ihrer Vielfalt zu öffnen und zu offenbaren, Codes gleich setzt er seine Schattierungen ein, damit sie davon sprechen, was er zu sagen hat.

 

Und es ist genau diese sehr nachdrückliche Farbgebung, die den Betrachter bei einem Bild wie etwa seinem "Crowded Spaces VI" zum Grübeln bringt. Beinahe heiter stimmen trotz des machtvollen Auftrags die Töne, die er hier einsetzt, und plötzlich erscheinen die überfüllten Räume gar nicht mehr so klaustrophobisch, sondern erinnern an die Art von Massenaufläufen, in die sich manch einer gänzlich freiwillig stürzt – angefangen vom Sommertag im Freibad bis hin zur Nacht im angesagten Club. Hier sind vielleicht gar keine Tipps gegen Platzangst nötig. Wer sagt denn, dass nicht ein williges Verschmelzen im großen Ganzen diesmal das Ziel der Sehnsüchte ist?

Zwischen 2014 und 2016 entstand, was Akbarpour bis 16. Mai im Stadttheater zeigt. Die Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Art-Agency Hammond ist ein Wiedersehen. Überraschende Brüche tun sich nicht auf. Hier arbeitet ein Künstler an einem Werk, dass auf seine Weise linear anmutet, konsequent und beständig.