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Current Exhibition: Stadttheater Fürth

Stadttheater Fürth, erbaut 1901/1902 von den Architekten Fellner und Helmer.

 

 

„Bilderbühnen“

Michael Fieseler & Gerhard Rießbeck

18.01 - 17.03.2015

Stadttheater Fürth

Königstraße 116, 90762 Fürth, Germany


Die Ausstellungen können während der Vorstellungen

im Stadttheater Fürth oder nach Vereinbarung mit

Art Agency Hammond besichtigt werden.

Vernissage 18.01.2015

Fürther Nachrichten, 23.01.2015, SABINE REMPE

 

Fettleibige Partikel und ewiges Eis im Stadttheater

„Bilderbühnen“: Michael Fieseler und Gerhard Rießbeck stellen aus

Was sind „Bilderbühnen“? Eine Frage, die sich im Stadttheater erforschen lässt. Die Ausstellung der Art-Agency Hammond vereint in Foyer und Rang Werke von Gerhard Rießbeck und Michael Fieseler.

Forscher, Ferne, Fremdes sind die Themen in den Arbeiten Michael Fieselers (li.), von dem das hier abgebildete Gemälde stammt, und Gerhard Rießbecks. © Foto: Edgar Pfrogner

Schön mittig teilen sich Rießbeck und Fieseler das den Zuschauerraum umkreisende Foyer, ähnlich harmonisch schaut es bei der Themenwahl aus. Forscher, Ferne, Fremdes wird hier inszeniert. Ein Themenkreis, dem es nicht an Dramatik mangelt. Und mit diesem Punkt endet, was die beiden Künstler vereinen mag.


Gerhard Rießbeck lotst in eine frostige Welt. Als Expeditionsmaler hat der in der Oberpfalz Geborene Arktis und Antarktis bereist. Sein Blick freilich war niemals der eines Reisenden, der berichten will. Abgesehen von zwei Ausnahmen („Schneefall“, „Meteor“) spielen die gezeigten Arbeiten mit der Idee, Raum für Menschen in der eisigen Weite zu schaffen. Auf verstörende Weise heiter muten die naiv konstruierten Häuser an, die trotzig bunte Latten als Wände im Schnee präsentieren.


„Im Atelier“ nennt Rießbeck ein großformatiges Motiv, das im zweiten Rang zu entdecken ist und das rasch mit der Illusion aufräumt, der Blick in die Werkstatt des Künstlers gewähre vertiefte Einblicke. Stattdessen spielt der Maler, der in Bad Windsheim lebt und Meisterschüler Werner Knaupps an der Akademie in Nürnberg war, mit der Idee hinter der Idee. Umschwebt von Luftballons taucht sein Modellhaus in der nächsten Kulisse auf, die nichts anderes als eine größere Version seines Entwurfs zu sein scheint. Beinahe wie eine jener russischen Holzpuppen, in deren Inneren stets die kleinere Puppe wartet, ist der Kern dieser geheimnisvollen Inszenierung noch längst nicht enthüllt.


Aber wozu auch? Menschen spielen keine Rolle. Wenn sie überhaupt auftauchen, dann sind sie gesichtslos wie Larven. Das ist keine Erkenntnis, die das Ego des Betrachters pusht.

Michael Fieselers Bild-Personal könnten Helden sein, wären sie nicht allesamt so in sich gekehrt und in einer fast devot anmutenden Haltung gefangen. Es sind Forscher, die prüfen, staunen, analysieren. Ihr Tun erscheint planvoll und seltsam absichtslos zugleich. Was sie fesselt, lässt sich nicht bestimmen. Fleischige, pflanzliche Auswüchse erregen ihre Aufmerksamkeit. Schwebende fettleibige Partikel in Sümpfen und Höhlenräumen.


Es sind Szenarien, die mühelos Alpträume ausstatten könnten, wären da nicht diese ungemein gelassenen Figuren und die beruhigende Erinnerung an scheinbar ähnliche Aufnahmen realer Erforschungen, vertraut aus unzähligen historischen und aktuellen Fotos, Reportagen, Dokumentationen.

Michael Fieseler

 

1966                 in Bad Arolsen geboren

1992 - 1998       Studium „Freie Kunst“ bei Prof. Kurt Haug,

                        Kunsthochschule Kassel

1996                 Ernennung zum Meisterschüler

1998                 Lucas-Cranach-Förderpreis

                        Stipendium im Künstlerhaus Willingshausen

2001                 Preisträger der „Darmstädter Sezession“

 

Michael Fieseler lebt und arbeitet in Kassel.

 

Preisliste

 

Nr.

Titel

Technik

Maße
HxB in cm

Preise
in €

 

Foyer

 

 

 

116

Der Höhlenforscher, 2012

Öl auf Nessel/Holz

86x70

4200,-

117

Der Taucher, 2015

Öl auf Lwd

70x50

2800,-

118

Die letzte Fahrt, 2014

Öl auf Lwd

80x130

5500,-

119

Die letzte Reise, 2014

Öl auf Lwd

100x150

6400,-

120

Die letzte Reise III, 2009

Öl auf Nessel

20x20

550,-

121

Die letzte Reise I, 2015

Öl auf Nessel

30x40

720,-

122

Die letzte Reise II, 2015

Öl auf Nessel

30x24

620,-

123

Die Frauen der Ballonfahrer, 2013

Öl auf Lwd

60x50

2200,-

124

LZ 3, 2013

Öl auf Lwd

60x50

2200,-

125

Die letzte Ballonfahrt, 2014

Öl auf Lwd

40x70

2200,-

126

Verborgenes Land, 2012

Öl auf Nessel/Holz

Ø 100

5500,-

127

Der einsame Botaniker, 2012

Öl auf Lwd

120x100

5800,-

128

Der alte Geologe, 2012

Öl auf Nessel

120x80

5200,-

 

 

 

 

 

 

2. Rang links

 

 

 

129

Das Geheimnis, 2014

Öl auf Lwd

180x140

8200,-

130

Im Nebeltal, 2010

Öl auf Lwd

150x200

9800,-

131

Neuland, 2009

Öl auf Lwd

180x250

14000,-

 

 

 

 

 

Irrtum vorbehalten.

Gerhard Rießbeck

 

1964

In Lichtenfels / Oberfranken geboren

1987-1993

Studium der Freien Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Prof. Werner Knaupp

1991

Ernennung zum Meisterschüler

1996-1999

Assistent bei Prof. Werner Knaupp

Seit 1994

Reisen nach Island, Lappland, Grönland, Expeditionen in die Arktis und Antarktis

Gerhard Rießbeck lebt und arbeitet in Bad Windsheim.

 

 

Preisliste

 

Nr.

Titel

Technik

Maße
H x B in cm

Preise
in €

 

Foyer

 

 

 

101

Meteor

Öl auf Lwd

50x150

4000,-

102

Schneefall

Öl auf Lwd

50x150

4000,-

103

Zaun I

Öl auf Lwd

80x100

4000,-

104

Richtfest

Öl auf Holz

40x40

1100,-

105

Baustelle II

Öl auf Holz

40x40

1100,-

106

Kulisse

Öl auf Lwd

80x100

4000,-

107

Haus des Malers

Öl auf Holz

40x40

1100,-

108

Graues Haus mit Eisberg

Öl auf Lwd

90x200

7000,-

109

Baustelle I

Öl auf Holz

40x40

1100,-

110

Baustelle III

Öl auf Lwd

40x40

1100,-

111

Gelber Kopf

Öl auf Lwd

70x70

3000,-

112

Maler im Eis

Öl auf Lwd

50x100

3000,-

 

 

 

 

 

 

2. Rang rechts

 

 

 

113

Modell

Öl auf Lwd

150x150

7000,-

114

Blackbox

Öl auf Lwd

150x200

9000,-

115

Im Atelier

Öl auf Lwd

140x200

9000,-

 

 

 

 

 

Preise ohne Rahmen. Irrtum vorbehalten.

Invitation