ARCHIVE 1998

Galerie ZAK (1994 – 2002), Königstr. 132, 90762 Fürth, Germany

 

"Spirit of Tengenenge"

Galerie ZAK

(Zeitgenössische Afrikanische Kunst)

Fürth (Bavaria)

15.05. – 23.09.1998

Artworks

Press Archive

Nürnberger Zeitung, 1998, -EDE-

 

In den Galerien

Der Künstler Fanizani Akuda mit seiner Skulptur „Whistling Man“. Foto: Katalog

 

EXPRESSIVE Steinskulpturen der Künstlerkolonie Tengenenge aus Zimbabwe sind derzeit in der Galerie ZAK ausgestellt. Die Stätte für zeitgenössische afrikanische Kunst zeigt, daß es jenseits völkerkundlicher Studien auf dem „Schwarzen Kontinent“ eine lebendige Kunstszene gibt, die Beachtung verdient. Zak-Eigentümer Bernd Kleine-Gunk der Hauptberuflich die Gynäkologie an der Euro-med-Klinik leitet, weiß, wie gern wir Europäer das „Dritte-Welt“ Land nur im Entwicklungshilfe-Kontext sehen. Dem Woodo- und Weihnachtsbasar-Image setzt der Arzt ernstzunehmende Kunst entgegen, deren Kenner er während seiner Zeit als Entwicklungshelfer in den 80er Jahren wurde.

 

 Seit ihrer Gründung im Jahr 1960 hat die Bildhauergemeinschaft Tengenenge bemerkenswerte Künstler hervorgebracht – allen voran der kürzlich verstorbene Henry Munyaradzi, dessen Markenzeichen sparsam stilisierte Gesichter sind. Auch Bernard Matemera, gehört zu den Großen. 1992 war er auf der Expo in Sevilla vertreten und wurde bereits mit dem etwas hilflosen Etikett „neo-afrikanischer-Expressionist“ versehen. Seine Zwittergeschöpfe werden von übergroßen Augen beherrscht. Fanizani Akuda ist ebenfalls ein Meister in der Bearbeitung des harten Serpentinsteins, der im Abschluß meist poliert und gewachst wird, so daß die schwarze, grüne oder braune Oberfläche in ihrer Makellosigkeit den kompakten Charakter der Arbeiten noch steigert. Seine Kreaturen haben Humor, lässig wie ihr Schöpfer pfeifen sie sich eins.