Sparkasse Fürth, Kundenhalle Maxstr. 32, 90762 Fürth, Germany

 

Fotoklasse Dollhopf

 

FÜRTH in STIMMUNG

„200 Jahre eigenständig“

eine künstlerische Retrospektive der Fotoklasse Dollhopf

 

Sparkasse Fürth

Fürth (Bavaria)

 

14.02.- 08.03.2019

 

Vernissage: 13.02.2019

Unter dem Thema „Fürth in Stimmung“ präsentieren die ausstellenden Autoren der Fotoklasse Dollhopf - Gerd Dollhopf, Caroline Franck, Andreas Groh, Markus Hilbig, Oliver Lowig, Armin Weth – fotografische Interpretationen dieser ganz speziellen Stadt.

 

Die Fotoklasse Dollhopf ist eine Vereinigung künstlerischer Fotografen im Großraum Nürnberg, die ihre Anregungen und Themen in unserer Region findet, künstlerisch reflektiert und ihre Arbeiten in Ausstellungen, Büchern, Katalogen, als Postkarten und in Bildprojektionsschauen oder multimedialen Happenings veröffentlicht. Es werden auch Ausstellungen im Ausland ausgerichtet, um die Autoren und unsere Region weithin bekannt zu machen.

 

Wie individuell und eigensinnig diese Stellungnahmen zum Thema „Fürth in Stimmung“ ausfallen, geht beispielsweise schon aus dem Statement von Gerd Dollhopf zu seinem Beitrag hervor:

„Seit Anbeginn der Fotografie ist es das Bestreben der Fotokünstler, Sujets aus der planen Ebene der Fotografie zu holen und im übertragenen Sinne plastisch darzustellen.

Beim Prozess der Aufnahme von Motiven in einer modernen Großstadt, prasseln doch vielschichtige sensorische Einflüsse auf den Fotografen ein – nicht nur visuelle, auch audible und geschmackliche – ein Ziehen hier, ein Kneifen dort, dann das Stolpern über einen der vielen Fürther Pflastersteine. Das verunmöglicht geradezu das vieltausendfach und bis zum Erbrechen rekapitulierte, im goldenen Schnitt gezirkelte Bild.“

 

Zudem hat das Thema Fürth in Stimmung vielerlei Bedeutungsebenen und wäre zu platt und eindimensional durch die direkte Wiedergabe dargestellt. Für den Fotokünstler passiert alles gleichzeitig – das Motiv teilt sich mit – gleichzeitig nimmt das Innenleben diese Eindrücke auf und wirft sie auf die Projektionsfläche des Bildes. In diesem Moment wird das Bild als gelungen oder misslungen beurteilt oder anhand des Ergebnisses weiter verbessert, um dem inneren Bild näher zu kommen. Dies geschieht natürlich unmittelbar vor dem Motiv – nicht in einer nachträglichen Montage.

 

In vielen der in der Sparkasse Fürth, Maxstraße 32, ausgestellten Bilder, kann man die Feierlichkeiten des vergangenen Festjahres aufscheinen sehen, doch auch bildhafte Nebensächlichkeiten, Kuriositäten, gefundene Stilleben oder Reportagen tragen die Stimmung der Stadt oder des Beobachters in der Stadt und werden in 26 großformatigen farbigen Fotoarbeiten dargestellt.

Invitation

Stadttheater Fürth, erbaut 1901/1902 von den Architekten Fellner und Helmer. © John Hammond

 

  

„ORT & IMPULS

Anja Molendijk & Stephanie Walter

Stadttheater Fürth

Königstraße 116, 90762 Fürth, Germany

 

 

20.01. - 12.03.2019

 

Vernissage: 20.01.2019

Artworks

Anja Molendijk & Stephanie Walter

Press

Fürther Nachrichten, 15.02.2019, SABINE REMPE

 

Hilflose Helden und Zauberwesen

„Ort & Impuls“: Anja Molendijk und Stephanie Walter zeigen neue Arbeiten

 

Welten-Schau: Im Foyer des Stadttheaters sind bis 12. März Arbeiten von Anja Molendijk und Stephanie Walter zu sehen. „Ort & Impuls“ gewährt Einblick in überraschende Sphären.

 

Funken auf derselben Wellenlänge: Stephanie Walter (links) und Anja Molendijk bei der Vernissage im Foyer des Stadttheaters. Foto: Horst Linke

 

Was kann Malerei? Anja Molendijk und StephanieWalter erlauben Einblicke in unerforschte Welten und Räume. Da ist nichts, was sich auf handelsüblichen Landkarten findet. Nichts, was schon vielfach von vielen abgenickt wurde. Diese Ansichten sind neu, ganz und gar persönlich und alleine deshalb schon ein Erlebnis. Anja Molendijk konfrontiert die Besucher gleich zu Beginn mit „Saturnia“. Einem Wesen, das mit vertrauten Ansichten ein Erkennen vorgaukelt. Da sind Arme, Hände, eine Hüfte. Doch der Rückschluss, ein Menschenbild vor sich zu haben, ist ein Trugschluss. Denn Molendijk lässt verstörende Elemente gedeihen, die den Körper transformieren. Nervenbahnen gleich dringen Verästelungen aus der Figur. Oder bahnen sie sich etwa einen Weg aus ihr heraus? Unergründlich

ineinander verwoben sind sie so oder so. Das könnte bedrohlich wirken, wäre da nicht dieses Gefühl einer Harmonie, die akzeptiert und willkommen heißt, was immer gerade geschieht. Anja Molendijk arbeitet mit Öl auf Papier, das sie als Malgrund auf eine Leinwand bringt. Auf diese Weise entsteht eine glatte Grundlage, die zudem immer wieder mitmischt im Spiel der Details. Form und Inhalt korrespondieren miteinander, etwa wenn hie und da Druckzeilen durch den Farbauftrag schimmern. Das Geheimnis, das den Arbeiten stets innewohnt, vertieft sich so Schicht um Schicht.

 

Lustvolle Assoziationen

Die Welten, in die Stephanie Walter entführt, spielen genauso lustvoll mit dem Erinnerungsvermögen ihrer Betrachter. Gerade zu verstörend ergeht sich „Landnahme 2“ in diesem verwirrenden Spiel. Das Personal dieser Arbeit scheint merkwürdig vertraut, der altmeisterlich anmutende Aufbau erst recht. Doch die aus Gedächtnisfetzen zusammengefundenen Einzelheiten verweigern sich energisch einer Vereinnahmung. Es ist die Eroberung einer fremden Welt, die hier dokumentiert wird. So real wie

die fantastische Optik eines Videooder Rollenspiels. Ein Universum, dessen – hilflose – Helden in „Masters of the Universe II“ nur noch einen schwachen Schein der in sie gesetzten Hoffnungen widerspiegeln. Stephanie Walter hat im ehemaligen Quelle-Areal den Raum „Heute“ kuratiert und an Projekten unter anderem für Y-3 Yoshi Yamamoto oder für die Tafelhalle gearbeitet.

 

Im Stadttheater erlaubt Stephanie Walter einen Einblick in die Vielfalt ihres Tuns. Da findet sich eine Art von Stillleben in pseudo-historischer Manier, zwei exquisit angerichtete Fischlaiber, die erst auf den zweiten Blick erkennen lassen, dass sie an einem imaginären Ort dargebotenwerden. Unter dem Titel „Plisee“ sind dagegen Siebdrucke zu entdecken, die ihren Reiz in der Kombination mehrerer ähnlicher Exemplare entfalten. Ein ganz anderes Themenfeld eröffnet dagegen ihre useinandersetzung mit real existierenden Gefühlslagen. 

„ORT & IMPULS“

Anja Molendijk & Stephanie Walter

 

Anja Molendijk

„Mein Bild ist kein Spiegel, der das Gezeigte abbildet,

sondern es ist wie ein Fenster in ein Dahinter.

Also ein Spiegel, der nicht spiegelt, sondern durch

seine Oberfläche hindurch woanders hinführt.

Das Bild trifft auf mein Auge, wird aber dort nicht

einfach zurückgeworfen, sondern geht in mich

hinein, durch mich hindurch und tritt verändert –

interpretiert, reflektiert – wieder aus. Und so ist es

mein Bild, meine Interpretation, und nicht mehr,

was es war.“

 

Stephanie Walter

„Mein Thema ist der panoptische Blick – die Vogelperspektive

verspricht zunächst mehr Klarheit, jedoch 

ergeben sich bei näherer Betrachtung zunehmend

Rätsel. Ich spiele mit Unschärfen, Zoom und Assoziationen

aus Kunst- oder Filmgeschichte, gerne auch verknüpft

mit meinem Alltag. Die „Masters of the universe“-Reihe beispielsweise

versetzt den Betrachter in ein Schlachtfeld einer

Wüstenregion – vielleicht auch auf den Mars, dabei

sind es eigentlich nur Sandkastenbilder.“

 

Die Ausstellung kann besichtigt werden in der Zeit zwischen 60 und 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn oder zu einer anderen Zeit nach Vereinbarung mit

Art-Agency Hammond

Tel.: 0911/77 07 27

Invitation