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Stadttheater Fürth, erbaut 1901/1902 von den Architekten Fellner und Helmer. © John Hammond

 

FOTOCLUB FÜRTH  

„ORIGINAL FÜRTH“

Fürth feiert 200 Jahre Stadterhebung

 

Stadttheater Fürth

Stadttheater Fürth, Königstraße 116, 90762 Fürth, Germany

 

23.09. - 20.11.2018

 

Vernissage: 23.09.2018

Artworks

Fotoclub Fürth

Press

Fürther Nachrichten, 21.09.2018, MATTHIAS BOLL

 

Kompliment in 80 Sätzen: Fotoclub Fürth im Stadttheater

14 Amateure öffnen den Blick für die Schönheiten der Stadt Vernissage vorm Theaterfest

 

FÜRTH - Das Typische und Eigenständige der Kleeblattstadt versucht der Fotoclub Fürth mit einer Ausstellung zum Stadtjubiläum sichtbar zu machen. "Original Fürth" eröffnet am Sonntag im Stadttheater — kurz vorm Theaterfest.

 

Alles Gute zum 200.: Clubchef Gerhard Meyer und seine 13 Mitstreiter waren aus Anlass des Stadtjubiläums monatelang mit den Kameras unterwegs. © Foto: Thomas Scherer

 

Also bitte, nichts gegen die Volksbücherei in der Fronmüllerstraße (die es hier übrigens nicht zu Motiv-Ehren geschafft hat). Aber eine Örtlichkeit von etwas repräsentativerem Charme, das war der Wunsch des altgedienten Fotoclubs nach der Vorjahres-Schau, Titel: "Perspektive Fürth".

 

Prompt öffnen sich im Jubiläumsjahr der Stadt für die begeisterten Amateure erstmals die Türen des wohl schmucksten Gebäudes weit und breit. Mit den Arbeiten der 14 Kamera-Leute, darunter zwei Damen, steigt Stadttheater-Galerist John Hammond in die Saison 18/19 ein.

 

Äußerst passend ist zudem, dass Clubchef Gerhard Meyer just in einem Zeitfenster durch die Schau führt, als drinnen eine Band fürs Theaterfest probt — Refrain: "Da ist viel Schönes dabei." Was zweifellos auf die Werkschau der Fotografen zutrifft. Ein allzu großes Kunststück wäre es nicht, eine Fürth-Schau zu konzipieren, deren Bildsprache Fluchtgedanken auszulösen vermag. Meyer: "Natürlich gibt es in Fürth viele alte Tunnel und Straßen, was fotografisch zwar reizvoll ist. Im Stadttheater aber wollten wir uns bewusst den positiven Seiten der Stadt zuwenden." Nach intensiven Diskussionen einigte sich die Gruppe auf vier Themen- und Ästhetik-Schwerpunkte — Architektur, "Grey Matters", abstrakt, Street.

 

Sämtliche Arbeiten entstanden in den vergangenen Monaten, oft gesehene Motive, die zur unverwechselbaren Ikonografie der Kleeblattstadt zählen, sind selbstredend auch hier zu sehen. Die Kunst bestand jedoch nicht darin, das Rad neu zu erfinden, sondern Bekanntes handwerklich sauber vors Betrachterauge zu führen. Erstmals zu Ausstellungs-Ehren gelangen das — noch im Baustadium eingefangene — Ludwig-Erhard-Zentrum und der Anbau des Jüdischen Museums. Und der Zusammenfluss von Rednitz und Pegnitz im Wiesengrund aus Drohnen-Sicht: gibt’s nicht alle Tage.

 

Recht wenig Menschen, hin und wieder eine zu kräftig schleudernde Fotoshop-Waschmaschine, dafür aber bezaubernde Stimmungen — der verschneite Südstadtpark etwa — und ein gutes Auge für die Aura historischer Hausfassaden und "Lost Places" wie City-Center und alter Lokschuppen. 80 Werke, gern flaniert man zweimal vorbei. Ist halt schon schön, dieses Fürth.

FOTOCLUB FÜRTH  

„ORIGINAL FÜRTH

Fürth feiert 200 Jahre Stadterhebung

Stadttheater Fürth

 

23.09. - 20.11.2018

 

Vernissage: Sonntag, den 23.09.2018 um 11.00 Uhr

im Stadttheater Fürth, Königstraße 116, 90762 Fürth, Tel.: 0911–974 24 10

In Zusammenarbeit mit Art-Agency Hammond

 

Einführung: Frau Barbara Ohm, Historikerin

Musikgestaltung: "Sigi-Kraft-Duo"/Jazz

 

Die Fotografen werden anwesend sein.

 

„ORIGINAL FÜRTH“

Fürth feiert 200 Jahre Stadterhebung –

Das ist Anlass für den FOTOCLUB FÜRTH das Typische und das Eigenständige unserer Stadt zu finden und mit unseren Fotos sichtbar zu machen, die Menschen, die Feste, Gebäude und Plätze und die Geschichte Fürths.

Ungewöhnliche Sichtweisen und neue Perspektiven sollen dem Betrachter der Ausstellung den Blick öffnen und die Fantasie anregen, um das Besondere unserer Stadt zu erkennen und sich daran zu erfreuen.

 

Im FOTOCLUB FÜRTH befassen sich engagierte Fotografen mit den vielfältigen Formen der Fotografie, wobei die kreative Fotografie mit Themen wie Abstrakt / Schwarz-Weiß / Street Photography eine wichtige Rolle spielt. Unser Anspruch gilt von der Aufnahme des Fotos bis zur hochwertigen Präsentation der Bilder auf Papier oder in der Projektion.

 

Fotoclub Fürth

 

 

Die Ausstellung kann besichtigt werden in der Zeit zwischen 60 und 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn oder zu einer anderen Zeit nach Vereinbarung mit

Art-Agency Hammond

Tel.: 0911/77 07 27

E-Mail: aah-art@t-online.de

www.art-agency-hammond.de

 

Das Klinikum der Stadt Fürth wurde im Jahre 1931 als Städtisches Krankenhaus eröffnet.

 

 

 

„Dreamland“

Wolfgang Harms, Hartmut Kuhnke,

Peter Rex, Kerstin Schmitt

Klinikum Fürth

Jakob-Henle-Str. 1, 90766 Fürth, Germany

19.04. – 31.11.2018

Vernissage: 19.04.2018

Artworks

Wolfgang Harms, Hartmut Kuhnke, Peter Rex, Kerstin Schmitt

Wolfgang Harms ist 1950 in einem kleinen Dorf in Bayern, Landkreis Dillingen a.d. Donau geboren. Mit 13 Jahren machte er erste Versuche, mit Ölfarben zu malen. Nach einer Malerlehre bei Malermeister Eugen Rieß in Donauwörth und einem Studium an der Fachhochschule absolvierte er ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg (Meisterschüler). Er war Assistent des Akademiepräsidenten Prof. G. Voglsamer und ist seit 1978 freischaffender Künstler. Durch das Studium von Meisterwerken hat sich sein ganz persönlicher Stil entwickelt. Wolfgang Harms lebt und arbeitet in Nürnberg.

 

Hartmut Kuhnke wurde 1950 in Windsbach (Mittelfranken) geboren. Nach dem Abitur am musischen Gymnasium Schwabach beginnt er ein Studium an der Hochschule für bildende Künste in Nürnberg bei Prof. Günter Dollhopf. Dort lernt er die Maler Peter Angermann und Blalla W. Hallmann kennen. Er lebt in Wohngemeinschaften mit befreundeten kreativen Menschen, unternimmt viele Reisen durch Europa, arbeitet als Kunsterzieher an verschiedenen Gymnasien und gründet seine Familie. Heute wohnt und arbeitet  Hartmut Kuhnke in Nürnberg. Seine hintergründig komischen, eigenwilligen Bilder und Grafiken erzählen skurrile Geschichten aus dem phantastischen Kosmos ihres Schöpfers.

 

Peter Rex begann In den 1980ern zu reisen und entdeckte die Fotografie für sich. Seitdem hat er viele Länder der Welt bereist, weil er von Menschen, Landschaft und Farben immer wieder von Neuem begeistert war. Seine Bilder versteht er als „Erlebnisfotografie“, um Stimmungen des Augenblicks, Bemerkenswertes oder Kurioses festzuhalten. Unberührte Natur oder von Menschenhand geschaffene Stadt-Landschaften faszinieren ihn gleichermaßen, das Spiel von Licht und Farben schafft außergewöhnliche Momente.

 

Kerstin Schmitt erblickte 1984 In Haßfurt das Licht der Welt. Sie studierte Malerei bei Prof. Peter Angermann an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, sowie bei Prof. Barbara Putz-Plecko an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Seit 2011 ist sie Mitglied im BBK Nürnberg und wirkt als freischaffende Künstlerin. Der Natur, vor allem dem Wasser und seinen märchenhaften Bewohnern, gilt ihr künstlerisches Interesse. Ihre Bilder und Plastiken waren bereits in zahlreichen Ausstellungen in der Region zu sehen.

Press

Fürther Nachrichten, 01.05.2018, PETER BUDIG

 

Schöne Kunst mit heilsamer Wirkung

„Dreamland“ lautet das Motto einer anregenden Ausstellung im Fürther Klinikum

Zum Spektrum der neuen Schau haben auch diese jungen Künstler der Fürther Mittelschule Schwabacher Straße mit ihren Lehrkräften beigetragen. Foto: Budig

 

Das Fürther Klinikum hat auf Ebene 3 einen hübschen Raum für Patienten geschaffen: Es gibt dort Tee, Bücher und mutmaßlich Gelegenheiten für Gespräche und Bekanntschaften. Und nun hängen dort auch die Arbeiten mttelfränkischer Künstler und etlicher begabter Mittelschüler. Denn schöne Kunst betrachten macht froh und fördert den Heilungsprozess.

 

Davon ist jedenfalls Rainer Wölfel, der ärztliche Direktor im Klinikum, überzeugt. Er begrüßt die Gäste zur Vernissage, die reichlich gekommen sind: die Künstler mit Partnern, Schüler der Mittelschule Schwabacher Straße mit Eltern und den Kunstlehrern Nadine Klein und Jan Wickles und etliche kunstinteressierte Menschen. Darunter auch der Musiker und Fotograf Christian Kathrein, der mit Traummelodien auf der Gitarre auf den Abend einstimmt.

 

„Träume süß von sauren Gurken.“ Diese Gutenacht-Spruch ihrer Oma bemüht Andrea Schultheiss von der Agentur Hammond, die die neue Ausstellung im Klinikum kuratiert hat. Was einem im Alltag sauer aufstößt, das kann man in seinen Träumen wegarbeiten und verscheuchen. Und wer im Klinikum Zeit verbringt, ist selten freiwillig hier und verlebt oft keine leichte Zeit im Leben. Da ist das Motto „Dreamland“, dem sich vier Künstler-die Maler Wolfgang Harms, Hartmut Kuhnke und Kerstin Schmitt sowie der Fotograf Peter Rex – angenähert haben, eine gute Idee.

 

So wird mutmaßlich ein Öl-Bild von Hartmut Kuhnke manchem Patienten in Erinnerung bleiben: „Immer schön auf dem Teppich bleiben“ heißt es – doch der bodenständige Rat scheint ganz das Gegenteil zu meinen: Ein Sultan mit seinem Schoßhündchen schwebt auf einem Flugteppich selig über einen paradiesischen Garten. Man spürt: Der hat die innere Leichtigkeit erworben, um den Genuss so richtig auszukosten.

Hintersinnig sind die poppig-bunten Bilder der einzigen Frau, Kerstin Schmitt. Ist das ein Fenster oder ein Aquarium, aus dem bunte Fische in den Raum zu schwimmen scheinen, die sich, oh Fülle, auch noch auf der Tapete gezeichnet wiederfinden?

 

Fabelhafte Vögel

Einen ganz eigenen Umgang mit Farbe und Dreamland-Impressionen hat auch Wolfgang Harms gefunden. Seine liebsten Fabelwesen sind die Vögel, umgeben von phantastischen Blütenarrangements Weitgereist und mit geschultem Blick ausgestattet ist Peter Rex. Zu seinen Lieblingsmotiven auf Reisen, verrät er, gehören Wandmalereien und Graffiti.

 

Das Spiel mit dem Abbild auf einer Mauer und echten Personen im Alltag hat er perfektioniert. In Marokko hat er etliche Lieblingsmotive gefunden, die durchaus auch Kritisches festhalten. Eine Siedlung von geduckten Häuschen fällt vor allem durch die Vielzahl von bunten Satellitenschüsseln auf. Die Dreamlands der Bewohner sind wohl vorwiegend aus der Konserve. Seit 25 Jahren bemüht man sich im Klinikum darum, mit dieser Kunstaktion das Patientenleben zu bereichern. Bis November bleiben die Werke hängen, im April wird regelmäßig eine neue Ausstellung präsentiert.

 

Längst gehört zum Konzept, dass auch Fürther Schulklassen eingeladen werden, sich im Kunstunterricht das Thema zu erschließen. Macht es die Schüler stolz, wenn eine Ausstellung ihrer Werke möglich scheint? Kunstlehrerin Nadine Klein, die mit ihrem Kollegen Jan Wickles an der Mittelschule Schwabacher Straße unterrichtet, ist überzeugt davon.

 

Obwohl nicht alle Schülerarbeiten ausgestellt waren, war die Gruppe intensiv bei der Sache. Sie haben sich Tierfiguren buchstäblich „aufgeteilt“. Je ein Schüler zeichnete das Vorder- ein anderer das Hinterteil. Die bild- schönen Schweine, Krokodile, die so entstanden, sind vorwiegend im ersten Stock zu sehen, wo ein Teil dieser Kunstaktion präsentiert wird.

 

Gekommen sind übrigens fast alle Kunstschüler und viele haben stolze Eltern mitgebracht. Eine rundum schöne Sache ist dabei herausgekommen und vielleicht wird mancher Krankenbesucher im Klinikum sich ein paar Minuten aus dem Alltag schneiden und im ersten und dritten Stock einige Augenblicke mit der Betrachtung dieser vielseitigen Ausstellung genießen.

Invitation