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Sparkasse Fürth, Kundenhalle, Maxstr. 32, 90762 Fürth, Germany

 

 

 

"Seele der Natur"

 

Ria Wellhöfer

 

Sparkasse Fürth

 

21.06. - 31.08.2018

 

Vernissage: 20.06.2018

Artworks

Ria Wellhöfer

Ria Wellhöfer wurde 1970 in Uffenheim geboren. Sie lebt und arbeitet in Fürth.

Schon als Kind war es ihr wichtig, die Welt aus anderen Blickwinkeln zu sehen. Besonders das, was dem menschlichen Auge verborgen bleibt. Ria Wellhöfer ist ein kreativer und vielschichtiger Mensch, der durch ihren Vater sehr früh an die Fotografie herangeführt wurde. Nach ihrer schulischen Laufbahn im Heinrich-Schliemann-Gymnasium begann sie eine Ausbildung zur Portraitfotografin bei Bischof & Broel in Nürnberg. Nach acht Jahren ging sie nach Erfurt, wo sie weitere zwei Jahre in einem Studio arbeitete, bis ihr Sohn Tom 2002 auf die Welt kam. Die Fotografie hat sie ihr Leben lang begleitet und nun möchte sie ihre Sicht der Natur anderen zeigen. Sie möchte die Seele der Natur auf eigene Weise aufzeigen. Mal zart zurückhaltend oder kraftvoll dominant, immer farbenprächtig und präsent, manchmal stolz und strahlend. Ihre Bilder entstehen nur bei Tageslicht und bleiben wie sie sind. Von einer digitalen Nachbearbeitung sieht sie ab, um die Natur zu zeigen, wie Sie ist. Natürlich und wunderschön.

Stadttheater Fürth, erbaut 1901/1902 von den Architekten Fellner und Helmer. © John Hammond

 

 

 

„Linear - Rund“

Horst Schäfer & Paul Yates

 

Stadttheater Fürth

Königstraße 116, 90762 Fürth, Germany

 

13.05. - 15.07.2018

 

Führung durch die Ausstellung

am Samstag 23.06.2018 um 13.00 Uhr

Vernissage: 13.05.2018

Horst Schäfer, geboren 1932 im Westerwald, kam 1959 als Autodidakt  zur Fotografie. Von 1961 bis 1974 arbeitete er in New York u.a. für die großen Agenturen AP, AFP, BIPS und NYRA. Seine fotojournalistische Arbeit ist ungemein vielfältig: Fotoreportagen für Bildmagazine, Bildserien, Werbe- und Architekturfotografie – seine Arbeiten wurden weltweit veröffentlicht. Seit 1981 lebt er wieder in Deutschland, 2002 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Nürnberg. Scheinbar zufällig findet er seine Motive mit einem ausgeprägten Sinn für grafische Strukturen, für Licht und Schatten, atemberaubende Perspektiven und den richtigen Moment.

 

Paul Yates begann seine professionelle Karriere in London in der Mode-  und Werbefotografie. Seit über 25 Jahren führen ihn Portrait-Aufträge für Musikverlage in alle Welt. Im März 2009 wurde er mit dem Titel eines assoziierten Mitglied der “Royal Photographic Society” geehrt.

Paul Yates kommt von der analogen Fotografie. Als Fotograf der ersten Generation der digitalen Fotografie vermisst er die Taktilität der Arbeit in der Dunkelkammer, deshalb findet man einige seiner Bilder auf selbst gestalteten Hintergründen aus außergewöhnlichem Material. Er zeigt in dieser Ausstellung eine Auswahl seiner aktuellen freien Arbeit. Den englischen Porträt-Fotografen zeichnet eine besondere Sensibilität aus und die Leidenschaft, Emotionen und Atmosphäre in seinen Bildern zu zeigen.

Press

© Fürther Nachrichten, 01.06.2018, REINHARD KALB

 

Reiz der Natur und Architektur

Zwei Fotografen, eine Leidenschaft — Spannende Ausstellung im Theaterfoyer  

 

FÜRTH - Nach all den vielen malerischen Experimenten lässt Kurator John Hammond jetzt auch einmal die Fotografie zum Zuge kommen. Unter dem Titel "Linear - Rund" zieren Aufnahmen von Horst Schäfer und Paul Yates derzeit das Foyer des Stadttheaters.

Paul Yates (links) und Horst Schäfer vor Arbeiten Schäfers in der aktuellen Ausstellung im Fürther Theaterfoyer. © Fotos: Giulia Iannicelli

 

Horst Schäfer vorzustellen, bedeutet so viel wie Eulen nach Athen zu tragen. Oder technikversessenen Digital-Freaks eine analoge Kamera zu überreichen. Jawohl, der Vergleich trifft absolut zu. Denn der mittlerweile 85-jährige Schäfer ist ein Meister des alten analogen Handwerks, der mit Schwarzweißfilm und Gespür für Raum und Optik seine Bilder gestaltet.

 

Die Architektur ist sein Lieblingsthema. Und die reicht vom archaischen Monument bis zur Hypermoderne, von massivem Stein bis Stahl, Glas und Draht, von Zweckbau bis Prachtbau, vom Ganzen bis zum Detail. Letzteres vor allem hat es ihm angetan. Seine Optik weidet sich an einer Flucht von Kolonnaden, aus der ein Mensch tritt und doch dem Säulenwald sich zugesellt. Seine Linse macht aber auch nicht Halt vor einer Flucht von Urinalen in der Herrentoilette, schweift über nass glänzendes Kopfsteinpflaster, oder zeichnet den Schwung einer Fußgängerbrücke nach.

 

Und die Menschen? Ja, auch die kommen in dieser Auswahl aus dem riesigen Fundus vor. Hier freilich eher als geduldete Mitspieler denn als sinnstiftende Erbauer oder Bewohner. Gelegentlich gelingen Horst Schäfer atemberaubende Vexierbilder. Was aus weiter Entfernung wie eine helle Vase anmutet, entpuppt sich beim Näherkommen als der Lichteinfall der Sonne ins Innere eines Kühlturms des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld. Ganz unten am Bildrand zeichnen sich verschwindend klein einige Besucher ab.

 

Entwickelt Horst Schäfer einen Blick für das Architektonische, Große und Raumfassende, so liebt der Wahl-Fürther Paul Yates die Natur und deren Details. So fotografiert er Muscheln und Schneckenschalen, von außen und aufgesägt, bildet Blumen ab wie Primel, Lilie, Löwenzahn und Tränende Herzen oder die kahlen Zweige winterlicher Bäume. Die Detailbesessenheit reicht dabei bis zur Mikrostruktur, bis zum porengetreuen Netzwerk auf einem Silvaner Weinblatt.

 

Ein filigranes Natur-Diptychon von Paul Yates.

 

Hinzu kommt ein besonderer Verfremdungseffekt. Yates druckt seine Bilder auf verschiedenen Materialien wie Metall, Blattgold, Blattsilber oder speziellem Papier. Diese Bildträger lassen die dargestellten Pflanzen grau in grau erscheinen, verleihen ihnen aber auch eine steinerne poröse Qualität. Als bestaunte man Fossilien, Fundstücke aus der Steinzeit. Vielleicht ein Vorgriff auf das, was außerirdische Intelligenzen in weiter Zukunft auf unserer verwüsteten Erde vorfinden werden.

Invitation

Das Klinikum der Stadt Fürth wurde im Jahre 1931 als Städtisches Krankenhaus eröffnet.

 

 

 

„Dreamland“

Wolfgang Harms, Hartmut Kuhnke,

Peter Rex, Kerstin Schmitt

Klinikum Fürth

Jakob-Henle-Str. 1, 90766 Fürth, Germany

19.04. – 31.11.2018

Vernissage: 19.04.2018

Artworks

Wolfgang Harms, Hartmut Kuhnke, Peter Rex, Kerstin Schmitt

Wolfgang Harms ist 1950 in einem kleinen Dorf in Bayern, Landkreis Dillingen a.d. Donau geboren. Mit 13 Jahren machte er erste Versuche, mit Ölfarben zu malen. Nach einer Malerlehre bei Malermeister Eugen Rieß in Donauwörth und einem Studium an der Fachhochschule absolvierte er ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg (Meisterschüler). Er war Assistent des Akademiepräsidenten Prof. G. Voglsamer und ist seit 1978 freischaffender Künstler. Durch das Studium von Meisterwerken hat sich sein ganz persönlicher Stil entwickelt. Wolfgang Harms lebt und arbeitet in Nürnberg.

 

Hartmut Kuhnke wurde 1950 in Windsbach (Mittelfranken) geboren. Nach dem Abitur am musischen Gymnasium Schwabach beginnt er ein Studium an der Hochschule für bildende Künste in Nürnberg bei Prof. Günter Dollhopf. Dort lernt er die Maler Peter Angermann und Blalla W. Hallmann kennen. Er lebt in Wohngemeinschaften mit befreundeten kreativen Menschen, unternimmt viele Reisen durch Europa, arbeitet als Kunsterzieher an verschiedenen Gymnasien und gründet seine Familie. Heute wohnt und arbeitet  Hartmut Kuhnke in Nürnberg. Seine hintergründig komischen, eigenwilligen Bilder und Grafiken erzählen skurrile Geschichten aus dem phantastischen Kosmos ihres Schöpfers.

 

Peter Rex begann In den 1980ern zu reisen und entdeckte die Fotografie für sich. Seitdem hat er viele Länder der Welt bereist, weil er von Menschen, Landschaft und Farben immer wieder von Neuem begeistert war. Seine Bilder versteht er als „Erlebnisfotografie“, um Stimmungen des Augenblicks, Bemerkenswertes oder Kurioses festzuhalten. Unberührte Natur oder von Menschenhand geschaffene Stadt-Landschaften faszinieren ihn gleichermaßen, das Spiel von Licht und Farben schafft außergewöhnliche Momente.

 

Kerstin Schmitt erblickte 1984 In Haßfurt das Licht der Welt. Sie studierte Malerei bei Prof. Peter Angermann an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, sowie bei Prof. Barbara Putz-Plecko an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Seit 2011 ist sie Mitglied im BBK Nürnberg und wirkt als freischaffende Künstlerin. Der Natur, vor allem dem Wasser und seinen märchenhaften Bewohnern, gilt ihr künstlerisches Interesse. Ihre Bilder und Plastiken waren bereits in zahlreichen Ausstellungen in der Region zu sehen.

Press

Fürther Nachrichten, 01.05.2018, PETER BUDIG

 

Schöne Kunst mit heilsamer Wirkung

„Dreamland“ lautet das Motto einer anregenden Ausstellung im Fürther Klinikum

Zum Spektrum der neuen Schau haben auch diese jungen Künstler der Fürther Mittelschule Schwabacher Straße mit ihren Lehrkräften beigetragen. Foto: Budig

 

Das Fürther Klinikum hat auf Ebene 3 einen hübschen Raum für Patienten geschaffen: Es gibt dort Tee, Bücher und mutmaßlich Gelegenheiten für Gespräche und Bekanntschaften. Und nun hängen dort auch die Arbeiten mttelfränkischer Künstler und etlicher begabter Mittelschüler. Denn schöne Kunst betrachten macht froh und fördert den Heilungsprozess.

 

Davon ist jedenfalls Rainer Wölfel, der ärztliche Direktor im Klinikum, überzeugt. Er begrüßt die Gäste zur Vernissage, die reichlich gekommen sind: die Künstler mit Partnern, Schüler der Mittelschule Schwabacher Straße mit Eltern und den Kunstlehrern Nadine Klein und Jan Wickles und etliche kunstinteressierte Menschen. Darunter auch der Musiker und Fotograf Christian Kathrein, der mit Traummelodien auf der Gitarre auf den Abend einstimmt.

 

„Träume süß von sauren Gurken.“ Diese Gutenacht-Spruch ihrer Oma bemüht Andrea Schultheiss von der Agentur Hammond, die die neue Ausstellung im Klinikum kuratiert hat. Was einem im Alltag sauer aufstößt, das kann man in seinen Träumen wegarbeiten und verscheuchen. Und wer im Klinikum Zeit verbringt, ist selten freiwillig hier und verlebt oft keine leichte Zeit im Leben. Da ist das Motto „Dreamland“, dem sich vier Künstler-die Maler Wolfgang Harms, Hartmut Kuhnke und Kerstin Schmitt sowie der Fotograf Peter Rex – angenähert haben, eine gute Idee.

 

So wird mutmaßlich ein Öl-Bild von Hartmut Kuhnke manchem Patienten in Erinnerung bleiben: „Immer schön auf dem Teppich bleiben“ heißt es – doch der bodenständige Rat scheint ganz das Gegenteil zu meinen: Ein Sultan mit seinem Schoßhündchen schwebt auf einem Flugteppich selig über einen paradiesischen Garten. Man spürt: Der hat die innere Leichtigkeit erworben, um den Genuss so richtig auszukosten.

Hintersinnig sind die poppig-bunten Bilder der einzigen Frau, Kerstin Schmitt. Ist das ein Fenster oder ein Aquarium, aus dem bunte Fische in den Raum zu schwimmen scheinen, die sich, oh Fülle, auch noch auf der Tapete gezeichnet wiederfinden?

 

Fabelhafte Vögel

Einen ganz eigenen Umgang mit Farbe und Dreamland-Impressionen hat auch Wolfgang Harms gefunden. Seine liebsten Fabelwesen sind die Vögel, umgeben von phantastischen Blütenarrangements Weitgereist und mit geschultem Blick ausgestattet ist Peter Rex. Zu seinen Lieblingsmotiven auf Reisen, verrät er, gehören Wandmalereien und Graffiti.

 

Das Spiel mit dem Abbild auf einer Mauer und echten Personen im Alltag hat er perfektioniert. In Marokko hat er etliche Lieblingsmotive gefunden, die durchaus auch Kritisches festhalten. Eine Siedlung von geduckten Häuschen fällt vor allem durch die Vielzahl von bunten Satellitenschüsseln auf. Die Dreamlands der Bewohner sind wohl vorwiegend aus der Konserve. Seit 25 Jahren bemüht man sich im Klinikum darum, mit dieser Kunstaktion das Patientenleben zu bereichern. Bis November bleiben die Werke hängen, im April wird regelmäßig eine neue Ausstellung präsentiert.

 

Längst gehört zum Konzept, dass auch Fürther Schulklassen eingeladen werden, sich im Kunstunterricht das Thema zu erschließen. Macht es die Schüler stolz, wenn eine Ausstellung ihrer Werke möglich scheint? Kunstlehrerin Nadine Klein, die mit ihrem Kollegen Jan Wickles an der Mittelschule Schwabacher Straße unterrichtet, ist überzeugt davon.

 

Obwohl nicht alle Schülerarbeiten ausgestellt waren, war die Gruppe intensiv bei der Sache. Sie haben sich Tierfiguren buchstäblich „aufgeteilt“. Je ein Schüler zeichnete das Vorder- ein anderer das Hinterteil. Die bild- schönen Schweine, Krokodile, die so entstanden, sind vorwiegend im ersten Stock zu sehen, wo ein Teil dieser Kunstaktion präsentiert wird.

 

Gekommen sind übrigens fast alle Kunstschüler und viele haben stolze Eltern mitgebracht. Eine rundum schöne Sache ist dabei herausgekommen und vielleicht wird mancher Krankenbesucher im Klinikum sich ein paar Minuten aus dem Alltag schneiden und im ersten und dritten Stock einige Augenblicke mit der Betrachtung dieser vielseitigen Ausstellung genießen.

Invitation