Sparkasse Fürth, Kundenhalle, Maxstr. 32, 90762 Fürth, Germany

 

 

„Der Grenzgänger“

Christian Oberlander

 

Sparkasse Fürth

04.07. – 30.08.2019

 

75. Ausstellung

in Zusammenarbeit mit

Art-Agency Hammond

Vernissage: 03.07.2019

Press

Fürther Nachrichten, 08.08.2019, SABINE REMPE

 

Zwischen Vielfalt und Beliebigkeit

„Der Grenzgänger“: CHRISTIAN OBERLANDER zeigt seine Welt in der Kundenhalle der Sparkasse Fürth

Ein waschechter Fürther: Christian Oberlander vor den Stellwänden mit Bildern seiner aktuellen Ausstellung. Was ihn beschäftigt, ist die Verbindung von Technik und Natur. Foto: Thomas Scherer

 

FÜRTH. Eine Grenze trennt. Wer sich traut, geht ganz nah ran. Schaut rüber, macht sich ein Bild, überschreitet vielleicht sogar die Sperre. Die aktuelle Schau mit Arbeiten von Christian Oberlander in der Kundenhalle der Sparkasse in der Maxstraße ist betitelt mit „Der Grenzgänger“. Und schnell wird klar, dass hier einer das Ausloten von Trennendem zunächst einmal als Spiel mit den Möglichkeiten der Gestaltung versteht.

 

Oberlander nutzt die Bandbreite aus, die sich ihm bietet und lässt sich nicht festlegen. Er fotografiert und filmt, malt und setzt grafische Elemente ein. Computergenerierte Gestaltung darf obendrein Akzente setzen. So vielfältig wie die Methoden präsentieren sich auch die Werke in der Ausstellung. Das beginnt mit einem großformatigen Bild, das Ornamente in rostfarbenen Nuancen vorstellt. Das Geheimnis dahinter wird sich so manchem Besucher vermutlich erst enthüllt, wenn der Name ins Spiel kommt: „Gaggerlesquelle“.

 

Dazu gesellen sich dann unter anderem Unterholz-Impressionen, die an Dschungelwelten erinnern („La Palma 01 und 02“). Foto-Kompositionen, Zeichnungen, ein Kalenderblatt, ein Lichtobjekt („Baum“) oder Aufnahmen vom Aikido, die den beherrschten Bewegungen der Kampfkünstler in ihrer Dynamik nachspüren. Das alles spricht für den Mut, vieles auszuprobieren. In der Summe haftet der Vielfalt freilich auch etwas Beliebiges an.

 

Christian Oberlander, der 1956 in Fürth zur Welt kam und seit 33 Jahren als freischaffender Medienkünstler und Designer tätig ist, hat seit 2008 einen Lehrauftrag an der TH Nürnberg. Zudem ist er Aikido-Lehrer. Er suche, heißt es begleitend zur Ausstellung, „die Verbindung zwischen Natur und Technik“, wenn er Malerei unterstützt von den unendlichen Mitteln eines PC-Programms ausübt.

 

Dekorativer Reiz

Ein weites Feld, zugegeben. Und wahrlich kein taufrisches. Für den, der sich mit Oberlanders Gemälden auseinandersetzt, kann dabei ein veränderter Blick auf die Natur, die losgelöst von Materie und pulsierenden Körpern von Maschinen bestimmt oder gar gezeugt wird. Und bemerkenswert großen Wert darauflegt, sich dekorativ zu geben.

 

Wie vertraut mutet dagegen an, was mittendrin als Zeugnis zumindest humanen Ursprung auffällt: „Egersdörfer“ heißt das Bild und zeigt auf 50 mal 60 Zentimetern, exakt, was die Kennzeichnung verspricht: Egersdörfer, Matthias Egersdörfer. Eine Spur von Granteligkeit umweht das Haupt des Porträtierten. Was ausgesprochen tröstlich ist, weil grenzenlos vertraut und manchmal so nachvollziehbar.

Christian Oberlander

„DER GRENZGÄNGER”

Sparkasse Fürth

 

Ausstellung: 04.07. – 30.08.2019

 

Geöffnet ist an folgenden Öffnungszeiten:

Mo - Fr  10 - 16

 

In Zusammenarbeit mit Art-Agency Hammond

www.art-agency-hammond.de

 

Christian Oberlander

geboren 1956 in Fürth

1975 bis 1985 Studium und berufliche Tätigkeit als Pädagoge mit den Schwerpunkten ästhetische Erziehung und Musiktherapie

1979 bis 1982 therapeutische Malerei bei Professor Wendland

1979 – 85 Berufliche Tätigkeit als Pädagoge und Therapeut

1994 Mitgründer der Fa. medien/design

Seit 1986 freischaffender Medienkünstler und Designer

Lehraufträge: 1995/96 FH Aachen, 1997 Bauhaus Universität Weimar, seit 2008 TH Nürnberg.

 

Wesentlich für die künstlerische Aktivität von Christian Oberlander ist seine Intention vermeintliche Grenzen zu überwinden und neue Wege zu gehen. Er bewegt sich zwischen Fotografie, Film, computergenerierter Bildgestaltung, Grafik und Malerei. Fotografien werden z. B. in grafische Elemente gewandelt und mit dem Laser geschnitten oder graviert. Die Malerei hat er nach ca. 35 Jahren erst jüngst wieder aufgenommen - jetzt aber am Computer. Er sucht die Verbindung zwischen Natur und Technik. Als Aikido-Lehrer beschäftigt ihn die Verbindung von Ruhe und Dynamik und zwischen Beweglichkeit und Stabilität. An der Hochschule lehrt er die “Kunst der Wahrnehmung” und versteht dies als seinen Ansatz, die Grenze zwischen Kunst und Wissenschaft aufzulösen. So gesehen versucht er sich im “Glasperlenspiel”.

Invitation

Das Klinikum der Stadt Fürth wurde im Jahre 1931 als Städtisches Krankenhaus eröffnet.

 

„WATER WORLD“

Evi Bornitzky, Gisa Gudden, Christian Kathrein, Gesa Will

Klinikum Fürth

11.04. – 30.11.2019

Vernissage: 11.04.2019

Artworks

Evi Bornitzky, Gisa Gudden, Christian Kathrein, Gesa Will

Price list

 

 

 

 

 

 

Evi Bornitzki, geboren 1954 in Sonnefeld bei Coburg, lebt und arbeitet in Erlangen/Kosbach. Nach einer Ausbildung zur PTA vervollständigt sie als Autodidaktin und durch Seminare seit 1996 ihre künstlerische Ausbildung. 1998 entstehen erste Aquarelle, 2005 widmet sie sich der Abstraktion in Acryl, 2008 wendet sie sich der realistischen Malerei in Acryl und Öl zu.

 

 

 

 

 

 

Stock

Nr.

Titel

Technik

HxB in cm

Preis in €

III

201

Brighton Pier

Acryl/Öl auf BW

70 x 100

1.200,-

III

202

Am Meer, Tobago Grafton Beach

Acryl auf BW

60 x 90

 980,-

III

203

Stille am See

Acryl auf BW

40 x 60

 750,-

III

204

Membach, Biergartenidylle

Acryl/Öl auf BW

60 x 60

 850,-

I

205-9  Mein Element

Acryl auf BW

60 x 60

700.-

I

210

An der Ostsee II Fallopia japonica

Acryl/Öl auf BW

60 x 60

 850,-

I

211

Am Meer, Darß Leuchtturm

Acryl/Öl auf BW

40 x 50

 650,-

I

212

Am Meer, Darß Dünen

Acryl/Öl auf BW

40 x 50

 590,-

I

213

Am Meer, Grenada Prickly Bay

Acryl/Öl auf BW

40 x 50

 650,-

I

214

Ebbe in Roskoff, Bretagne

Acryl/Öl auf BW

40 x 60

 700,-

I

215

Cornwall, verlassene Zinnmine

Acryl/Öl auf BW

40 x 60

 700,-

I

216

Die Welle, 3-teilig

Acryl auf BW

30 x 120

1.100,-

I

217

Die Schnorchlerinnen

Acryl auf BW

100 x 160

1.400,-

 

 

 

 

 

 

Gisa Gudden wurde 1967 in Erlangen geboren, studierte Kommunikationsdesign an der FH Nürnberg, und widmete sich in Sommerakademien der Malerei. Seit 1991 arbeitet sie als Malerin und Grafikerin, beteiligte sich 2016 am Kunstpreis der NN und zeigt ihre Bilder in zahlreichen Ausstellungen in der Region.

 

 

 

 

 

 

Stock

Nr.

Titel

Technik

HxB in cm

Preis in €

III

116

KOI 2

Acryl auf Leinwand

60 x 60

 800,-

III

117

KOI 1

Acryl auf Leinwand

60 x 80

 1.080,-

III

118

SCHWARM

Acryl auf Leinwand

80 x 60

 800,-

I

119

PAULA

Acryl auf Leinwand

80 x 60

 800,-

I

120

BEN

Acryl auf Leinwand

80 x 60

 800,-

I

121

HOCH HINAUS

Acryl auf Leinwand

80 x 60

 820,-

I

122

GETÜMMEL

Acryl auf Leinwand

80 x 60

 800,-

I

123

WASSERPFLANZEN

Acryl auf Leinwand

80 x 60

 800,-

I

124

UNTER WASSER

Acryl auf Leinwand

60 x 80

 800,-

I

125

OLE

Acryl auf Leinwand

80 x 60

 800,-

I

126

NACH OBEN

Acryl auf Leinwand

60 x 80

 800,-

I

127

REFLEXION

Acryl auf Leinwand

80 x 60

 1.080,-

                         

 

Zur Orientierung:

Die Bilder (III) finden Sie im Hauptgebäude, III. Stock (Lila Ecke).
Die Bilder (I) finden Sie im I. Stock zwischen Augenklinik und Kinderklinik.

 

 

Gesa Will, Jahrgang 1945, stammt aus Schleswig-Holstein und verbrachte ihre Schul- und Studienzeit auf Amrum, in Frankfurt, Paris, München und Köln. Ab 1970 betrieb sie als freischaffende Grafikerin ein Studio in München, siedelte 1987 nach Nürnberg um und widmet sich hier der Malerei und der Schriftstellerei. Ihre Zeichnungen und Gemälde sind in Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.

 

 

 

 

 

 

Stock

Nr.

Titel

Technik

H x B in cm

Preis in €

III

101

Norderheverkoog

Öl auf Leinwand

90x110

2.000,-

III

102

Ceclienkoog

Öl auf Leinwand

120x100

2.200,-

I

103

Wasserkoog

Öl auf Leinwand

110x110

2.200,-

I

104

Sophienkoog, 2-teilig

Öl auf Leinwand

100x200

4.000,-

I

105

Tümlauerkoog

Öl auf Leinwand

120x120

2.400,-

 

 

 

 

 

 

Christian Kathrein wurde 1964 in Bad Kissingen geboren, verbrachte seine Kindheit im Iran und lebte viele Jahre in Indien. Er absolvierte die FOS für Gestaltung in Nürnberg sowie die Folkwang Universität der Künste in Essen (Diplom für Jazz-Gitarre). Heute lebt und arbeitet er als Musiklehrer und Fotograf in Fürth.

 

Stock

Nr.

Titel

Technik

H x B in cm

Preis in €

III

106

Ohne Titel

Fotografie

30x30

 350,-

III

107

Ohne Titel

Fotografie

30x30

 350,-

III

108

Das Herz in der Pfütze

Fotografie

30x30

 350,-

III

109

The appearance of depth

Fotografie

30x30

 350,-

III

110

Venedig

Fotografie

30x40

 350,-

I

111

Normandie

Fotografie

30x30

 350,-

I

112

Malabar

Fotografie

30x30

 350,-

I

113

Fülle

Fotografie

30x30

 350,-

I

114

Locarno lights

Fotografie

30x30

 350,-

I

115

Arunachala

Fotografie

30x40

 350,-

 

 

 

 

 

 

               

Rahmenpreise auf Anfrage, Fotografien sind auch in anderen Formaten erhältlich.
Irrtum vorbehalten.

Press

Fürther Nachrichten, 25.04.2019, SIGRUN ARENZ

 

Mit Tiefgang

Im Klinikum tauchen Künstler in die „WATER WORLD“ hinab.

 

FÜRTH. Franken liegt bekanntlich nicht am Meer, was schade ist, vor allem, wenn es einem nicht gut geht und an einen Urlaub an Adria oder Ostsee gerade nicht zu denken ist. Wer im Fürther Klinikum behandelt wird oder dort seine Lieben besucht, kann nun wenigstens in Gedanken und Bildern ans Wasser entfliehen.

 

Starke Kontraste: Der „Schwarm“ der Nürnberger Malerin Gisa Gudden. Repro: Hans Joachim Winkler

 

„Water World“, zu Wasser gelassen von John Hammonds Art-Agency, zeigt Arbeiten dreier Künstlerinnen und eines Fotografen aus der Region. Zu sehen sind unterschiedliche Facetten von Wasserwelten. Die 1967 geborene Malerin und Grafikerin Gisa Gudden entführt in ihren Acrylbildern in die Welt der Fische; sie zeigt in kräftigen Farben eine Gruppe Koi, die auf einem Bild friedlich wirken, im nächsten in starken Rot-Schwarz-Kontrasten gestaltet sind, die mindestens Agilität, wenn nicht gar eine gewisse Gefährlichkeit ausstrahlen. Ganz anders der „Schwarm“ daneben, in dem gestreifte Fische durchs Wasser wuseln.

 

Die Acrylbilder der Erlangerin Evi Bornitzky zeigen Sehnsuchtsorte, Strand und Himmel und Wasser, „Stille am See“ heißt ein Werk bezeichnenderweise. Und doch haben diese realistischen Arbeiten kleine Widerhaken. Da stehen am „Brighton Pier“ leere Liegestühle am Strand und schauen aufs Wasser hinaus; kein Mensch sitzt auf ihnen, das Ufer ist verlassen. Palmenzweige ragen auf dem nächsten Gemälde in den Himmel, malen ein Schattenmuster auf den Strand, und in dieser Idylle liegt ein Mann unter Bäumen; aber das Bild zeigt seinen Kopf nicht, lässt erneut eine Leerstelle. Jedenfalls überrascht es dann nicht, dass auch die „Biergartenidylle“ zwar einen grünen See vor grünen Bäumen zeigt, dass aber an den Biertischen im Vordergrund niemand sitzt.

 

Die größten Leinwände der Ausstellung hat Gesa Will beigesteuert, Ölbilder, in denen es keine der scharfen Linien Bornitzkiy’s gibt, sondern ein Spiel mit dem Licht – Sonnenlicht, das aus den Wolken hervorbricht, Licht, das die Meeresoberfläche zu einem blanken Spiegel werden lässt, Licht, das Konturen verschwimmen lässt und zugleich Kontraste schafft.

 

Fotograf Christian Kathrein wiederum richtet den Blick auf die Details, arbeitet mit Licht und Schatten, aber auch mit Texturen. Seine quadratischen Bilder in silbernen Rahmen laden zur Kontemplation ein. Kreise aus winzigen Wellen breiten sich auf einem See aus, gewinnen Tiefe durch den Kontrast von Hell und Dunkel. Neben einigen Pflastersteinen spiegelt sich Licht in einer Pfütze, jenem bescheidensten aller Gewässer, bilden ein Herz, das dem Bild seinen Titel gibt.

Invitation